Im Januar 1999 zog sich Jupiter an den Abendhimmel zurück, so daß sich seine Sichtbarkeit über dem Horizont deutlich verkürzt. Das Wetter war sehr wechselhaft, wodurch nur zwei Gelegenheiten blieben, Jupiter zu beobachten. Es war eine zweitägige Schönwetterperiode.
Der erste Tag war der 20. Januar 1999. Das STB zeigt die WOS-BE und -FA, welche im Dezember sich von 38° auf inzwischen 28° angenähert haben. BE ist der helle Fleck auf dem rechten Bild, gleich links neben dem dunklen Fleck im Zentralmeridian. Weiter rechts vom dunklen Fleck ist FA. Seit Dezember geht die Annäherung wieder langsamer vonstatten. Eine Verschmelzung auch dieser beiden Ovale kann womöglich im April während der Sonnenkonjunktion stattfinden. Das Galileo-Team wird versuchen, dieses sehr seltene Ereignis mit der Raumsonde zu untersuchen.
Auch am nachfolgenden Tag, den 21. Januar, bot das Wetter letztmals einen Blick auf Jupiter. Das mittlere Bild zeigt ein mit Rifts zerwühltes NEB. Das rechte Bild zeigt in der STrZ in ZM-Nähe zwei weiße Flecken, die das vorangehende Ende der STrZ-Dislocation markieren. Am NEBn sind zwei auffällige Bays.
Bei CCD-Aufnahmen mit dem Vermerk "WFS" wurden diese Bilder (wenn nicht anders angegeben) mit dem 6"-Doppelrefraktor der WFS aufgenommen. Als Kamera (CCD) kommt hauptsächlich eine OES LCCD14 SC in Anwendung. Aufnahmen in Okularprojektion, wenn nicht anders angegeben im grün gefilterten Licht (B+W 061). Belichtungszeiten typisch 0,66-1sec. Bildverarbeitung mit Coadding, unscharfer Maske und Kontrastanpassung.